Geschichte des Hl. Wilhelm

Zeittafel zu unserem Pfarrpatron Wilhelm von Aquitanien

Wilhelm von Aquitanien - Fenster in St. Johann Bremen

Geboren circa 754, der Geburtsort ist nicht bekannt.
Eltern: Aldana (Tochter Karl Martells?) und Theoderich (fränkischer Graf).

Circa 768: Recommendation an den Hof König Karls, des späteren Frankenkaisers Karl der Große (geb. 747, fränkischer König seit 768, Kaiser seit Weihnachten 800, gest. 28.1.814).
An Karls Hof: Freundschaft mit Witiza, dem späteren Abt Benedikt von Aniane.

790: Ernennung zum Herzog von Aquitanien, womöglich im Zusammenhang mit Kämpfen gegen die Sarazenen und der Befreiung der Stadt Orange.

793: Niederlage bei der Schlacht am Orbieu, trotz seiner großen persönlichen Tapferkeit wird Wilhelms Heer von den Sarazenen geschlagen. Wilhelm entkommt mit wenigen Mitstreitern.

801/803: Beteiligung an der siegreichen Belagerung von Barcelona.

804: Gründung des Benediktinerklosters Gellone (Stiftungsbrief von 15. Dezember 804).

806: Eintritt ins Kloster Gellone als einfacher Mönch. Kaiser Karl der Große schenkt Wilhelm zum Abschied und Dank für seine Dienste einen Partikel des Heiligen Kreuzes in einem kostbaren Behältnis.

28. Mai 812: Tod Wilhelms im Kloster Gellone. Er wird im Kloster beigesetzt.

Nach 812: Es gibt bald Berichte über Wunder, die an seinem Grab geschehen sind. In altfranzösischer Sprache entstehen die„Wilhelms-Epen“ („Chansons de Guillaume“), in denen von den Heldentaten Wilhelms im Kampf gegen die Sarazenen berichtet wird, zuerst durch mündliche, später durch schriftliche Überlieferung.

1066: Anerkennung Wilhelms von Aquitanien als Heiliger durch Papst Alexander II.

1076: Papst Gregor VII. lässt in der Klosterkirche von Gellone einen Altar für Wilhelm errichten.

Um 1220: Der Dichter Wolfram von Eschenbach verfasst in mittelhochdeutscher Sprache das Vers-Epos „Willehalm“.

1817: Verlust der meisten Reliquien Wilhelms bei einer Überschwemmung.

Heute: Einige verbliebene Reliquien und der Kreuzpartikel befinden sich heute noch in Gellone, das sich zu Ehren des Hl. Wilhelm Saint-Guilhem-le-Desert nennt. Das romanische Kloster gehört als Station des Jakobsweges zu den UNESCO-Weltkulturstätten. Informationen zu diesem Ort, zu den Reliquien und zur Verehrung des Hl. Wilhelm findet man wahlweise in englischer und französischer Sprache auf der Homepage: www.saint-guilhem-le-desert.com.